Tiefe Trauer über den Tod von Schwester Rosa Dilmé Brugada

 

Die am 15.5.1933 geborene Missionarin und Dominikanerin Rosa Dilmé hat 43 Jahre lang in Ruli/Ruanda gelebt und segensreich gewirkt.
Am 30. August ist sie in ihrer zweiten Heimat Ruli gestorben und wurde am 1. September mit überwältigender Anteilnahme der Bevölkerung und in Anwesenheit hoher geistlicher Würdeträger dort feierlich zu Grabe getragen.
Für ihr hervorragendes soziales Engagement in Ruanda hat sie im letzten Jahr in ihrer Heimat Spanien eine Auszeichnung erhalten.

„Tia“, Tante Rosa, wurde von „ihren“ Waisenkindern in Ruli als „Mutter aller Mütter“ geliebt und verehrt.
Besonders am Herzen lagen ihr zudem „die Ärmsten der Armen“ im Distrikt Gakenke.
Ihnen allen hat sie unermüdlich und voller Hingabe ihr Leben gewidmet.

Gemeinsam mit Schwester Carmen rief sie die Krankenstation in Ruli ins Leben und half mit, daraus im Laufe der Jahrzehnte eines der besten Distriktkrankenhäuser in Ruanda zu entwickeln.
Sie war Leiterin des Sozialbüros und zuständig für alle Fragen der Krankenversicherung, für die sie am Krankenhaus Ruli erstmals in Ruanda die Voraussetzungen geschaffen hatte.
Sie kümmerte sich ebenso um Patienten, die kein Geld für die ärztliche Versorgung hatten. Die Schwächsten der Gesellschaft fanden bei ihr immer ein offenes Ohr.

Unser Verein hat sie als zuverlässige und engagierte Partnerin kennen und schätzen gelernt.
Schwester Rosa war vor Ort unsere Gewährsfrau für unser Patenschaftsprogramm, bei dem deutsche Paten und Patinnen die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen ohne Bildungschancen finanzieren.
Sie sorgte dafür, dass bedürftige Familien dank unserer Nahrungsmittelspenden keinen Hunger leiden mussten. Durch ihren tatkräftigen Einsatz konnten deutsche Paten Häuser für ihre Patenkinder finanzieren und unser Verein das „Village Schmitt“ und weitere Häuser vor Ort bauen. Trotz ihres hohen Alters war sie bis zuletzt offen für neue Ideen, wie unser Taschenprojekt, d.h. Fertigung von Taschen in Ruli und Verkauf durch den Verein in Deutschland.

Wir empfinden große Dankbarkeit für ihr Wirken in Ruli und für die langjährige fruchtbare Zusammenarbeit.

In ihrem letzten Brief stellt sie uns ihr ruandisches Team für die künftige Zusammenarbeit vor und sendet uns folgende Abschiedsworte: „Ich umarme Euch und ich liebe Euch wie immer“.

Der Tod Schwester Rosas hinterlässt in Ruli, in unserem Verein und in unser aller Herzen eine nicht zu schließende Lücke.

Elisabeth Barth, Vizepräsidentin des Vereins, Team Ausbildungspatenschaft

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