Schulpartnerschaft zwischen Kurt-Tucholsky Schule in Pankow und der St. Catherine Schule in Congoli nimmt Fahrt auf

Seit 2015 ist es mir möglich, das Augenärzteteam  um Dr. Derse und Dr. Kahle nach Ruli/Ruanda zu begleiten. Der Englischlehrer Adolphe Mpirwa wurde von Dr. Kahle behandelt und gleichzeitig nach der Möglichkeit befragt, seine Schule aufsuchen zu dürfen. Und so besuchte ich im Herbst 2015 erstmalig die St. Catherine Congoli School. Die Freundlichkeit und Aufgeschlossenheit der Lehrer und ihrer Direktion ermutigte mich tiefer in das Bildungssystem Ruandas einzudringen.

Zurück an meiner Kurt-Tucholsky-Schule in Pankow konnte ich schnell Kollegen begeistern einen Briefkontakt in Englisch zwischen unseren und den afrikanischen Schülern aufzubauen. Kunstlehrer meiner Schule unterstützten mein Engagement mit vielfältigen Schülerergebnissen, Sportlehrer gaben gern von den gespendeten Bällen  ab und ebenso das Interesse der Schulleitung war geweckt.

2017 wurde ich bereits an der GS in Ruli erwartet, Antwortbriefe und liebevolle Schülerzeichnungen übergab ich unseren Schülern.

 2018 begrüßte mich die Congoli-School in Ruli mit einem überwältigenden traditionellen Kulturprogramm und einer ersten gemeinsamen Lehrerrunde. Antwortbriefe mit vielen weiteren Informationen der Ruli-Schüler, auf die unsere Schüler neugierig warteten, wurden mit ganz liebevoll gestalteten Geschenken ergänzt.

Auf einer Gesamtkonferenz im November 2018 berichtete ich von der Schule und den bereits in Gang gebrachten Aktivitäten und so war der Plan gefasst, dass aus einem privaten Engagement eine offizielle Partnerschaft werden soll.

In der ersten Herbstferienwoche begleiteten mich 4 junge Kollegen nach Ruli mit dem Vorhaben das ENSA-Programm der Bundesregierung mit den afrikanischen Kollegen zu besprechen, um Anbahnreisen im Jahr 2020 bei der Bundesregierung zu beantragen. Gleichzeitig war es ihr Wunsch, 4 vorbereitete Unterrichtsstunden mit Ruli-Schülern in Englisch zu absolvieren, was bei Schülern und Lehrern sehr gut ankam.

   

Es ist ein gewaltiger Prozess in Gang gekommen und nun muss an dieser Stelle ein großes Dankeschön an Erika Haus-Delker ausgesprochen werden, denn ihre Offenheit einem Berliner Schulprojekt innerhalb ihres seit Jahren erfolgreichen Projektes „Verein Partnerschaft Rheinland-Pfalz/Ruanda e.V.“ einen Raum zu geben, war eine wesentliche Voraussetzung. Dank an die Augenärzte und nicht zu vergessen die liebevolle Unterstützung von Schwester Carmen, der kirchlichen Leiterin des Waisenhaus-/Krankenhausprojektes in Ruli.

 

Gisela Jonas im November 2019

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